Ankommen, ohne sich zu verausgaben
Der erste Tag in Mexiko-Stadt beginnt nicht mit einem Museum, sondern mit dem eigenen Körper. Die Stadt liegt auf 2.240 Metern, und die meisten Gäste merken das weniger beim Gehen als beim Treppensteigen, beim Lachen oder gegen 16 Uhr, wenn der Kopf plötzlich schwer wird. Wer am Morgen gelandet ist, sollte den Nachmittag offen halten: ein Spaziergang durch das Centro Histórico, ein Kaffee, früh ins Bett. Der Jetlag aus Europa wirkt ohnehin in beide Richtungen und macht den ersten Abend unzuverlässig.
Planen Sie das Zentrum deshalb als leichte Etappe: der Zócalo, die Kathedrale, ein Blick in den Palacio Nacional, danach die Straßen um die Calle Regina. Das sind wenige Hundert Meter, aber viele Eindrücke, und Sie können jederzeit in ein Café ausweichen. Trinken Sie mehr Wasser als zu Hause, und nehmen Sie den Aufzug, wo einer steht. Die Altstadt liegt niedriger als Chapultepec, was sie für den Anfang freundlicher macht. Am zweiten Tag steigt die Anstrengung, nicht am ersten.
Metro, Uber und die Frage der Wege
Die Entfernungen täuschen. Auf dem Stadtplan sehen Coyoacán und Chapultepec nah aus, im Verkehr liegen leicht eine Stunde dazwischen. Wer vier Tage hat, sollte pro Tag ein Ziel wählen und die Wege dazwischen kurz halten. Das Metro-Netz ist dicht, günstig und schnell, aber zu den Stoßzeiten sehr voll; wer mit Rucksack unterwegs ist, fährt besser außerhalb von 7 bis 10 Uhr und 17 bis 20 Uhr.
Zwei Tage, zwei Richtungen
Der zweite Tag gehört Chapultepec, und zwar mit Reservierung. Das Museo Nacional de Antropología ist groß genug, um einen halben Tag zu füllen, und die Salons zu den Hochkulturen liegen weit auseinander. Buchen Sie das Zeitfenster online, kommen Sie zur Öffnung, und wählen Sie zwei oder drei Säle bewusst statt alle. Danach bleibt der Park: der Weg hinauf zum Schloss, der Blick über die Baumkronen, ein Eis. Es ist ein Tag mit viel Gehen, aber ohne Hetze, und die Höhe meldet sich hier deutlicher als im Zentrum.
Der dritte Tag führt nach Süden, nach Coyoacán. Die Fahrt lohnt früh, weil die Plätze dann noch ruhig sind und die Märkte nicht überlaufen. Das Casa Azul von Frida Kahlo verlangt eine Vorabbuchung mit fester Uhrzeit; wer ohne Ticket kommt, steht vor einer geschlossenen Tür. Danach bleiben die Straßen um den Jardín Centenario, die Kirche San Juan Bautista und ein langes Mittagessen. Rechnen Sie mit Rückweg im Nachmittagsverkehr, der sich zieht.
Der letzte Tag und was er kostet
Teotihuacán steht am Ende, nicht am Anfang. Die Anlage liegt außerhalb der Stadt, die Sonne ist dort erbarmungslos, und die Pyramiden verlangen Treppen und Schattenlosigkeit. Fahren Sie früh los, nehmen Sie Wasser und einen Hut mit, und gehen Sie die Sonnenpyramide nur, wenn Sie sich sicher fühlen. Der Aufstieg ist steil, die Stufen unregelmäßig, und zurück bleibt ein Gefühl von Höhe und Hitze, das man nicht unterschätzen sollte.
Was immer wieder gefragt wird
Die häufigsten Fragen drehen sich um Höhe, Buchungen und die Frage, ob vier Tage überhaupt genügen. Die Antworten sind unspektakulär, aber sie entscheiden über den Verlauf der Reise.