Sayulita als Basis: Strandleben mit Dorfcharakter
Sayulita liegt an der Pazifikküste von Nayarit, etwa eine Dreiviertelstunde nördlich des Flughafens Puerto Vallarta, und ist damit einer der wenigen Orte Mexikos, an dem man nach der Landung ohne Weiteres im Sand steht. Der Ort selbst ist klein geblieben: gepflasterte Gassen, offene Türen, ein Strand, an dem morgens die Fischer und später die Surfschulen stehen. Für eine Hochzeitsreise heißt das, dass man das Auto kaum braucht. Man geht zu Fuß zum Frühstück, zum Strand, zum Abendessen und wieder zurück.
Wer Ruhe sucht, sollte trotzdem wissen, was Sayulita in den Ferienwochen ist: voll. Zwischen Weihnachten und Neujahr sowie in der Karwoche füllen sich die Gassen bis an den Rand, die Musik läuft bis in die Nacht, und ein Platz am Strand ist am Vormittag bereits vergeben. Paare, die beides wollen – Dorfleben und Rückzug –, suchen sich eine Unterkunft an den Rändern des Ortes, Richtung Playa de los Muertos oder nordwärts nach San Pancho, das ruhiger und ebenfalls fußläufig überschaubar ist.
Wo Paare übernachten: Haciendas, Casonas, Strandhäuser
Die drei wichtigsten Adressen für eine Hochzeitsreise bedienen unterschiedliche Vorstellungen von Romantik. Mérida im Landesinneren von Yucatán setzt auf koloniale Haciendas mit Innenhöfen, Steinmauern und Hängematten; Oaxaca auf Casonas, also umgebaute Stadtpaläste mit dicken Mauern und offenen Dachterrassen; die Küste zwischen Sayulita und Puerto Escondido schließlich auf kleine Strandhäuser mit wenigen Zimmern. In allen drei Fällen gilt: Die schönsten Häuser haben oft weniger als fünfzehn Zimmer, und die besten sind Monate im Voraus ausgebucht.
Oaxaca und Puerto Escondido: zwei Tempi, eine Reise
Oaxaca und die Küste von Oaxaca lassen sich in einer Reise verbinden, und viele Paare tun genau das: einige Tage in der Stadt, dann hinunter ans Meer. Die Straße von Oaxaca nach Puerto Escondido windet sich durch die Sierra Madre del Sur und braucht je nach Verkehr und Wetter einen halben bis zu einem ganzen Tag; wer es eiliger hat, nimmt ein kleines Flugzeug. Die Fahrt selbst ist der Übergang zwischen zwei Reisegeschwindigkeiten, und es lohnt, sie nicht als bloßen Transport zu behandeln.
In der Stadt liegt der Rhythmus in den Märkten und den Kirchen, in den Töpfereien und in der Küche; man geht früh aus dem Haus und isst spät. In Puerto Escondido dreht sich alles um die Bucht und die Brandung, die an manchen Stränden stark ist und erfahrene Schwimmer verlangt. Wer zum ersten Mal dort ist, sollte die Strömung nicht unterschätzen und lieber an bewachten Abschnitten baden. Für eine Hochzeitsreise heißt das: Die Stadt gibt die Kultur, die Küste gibt die Ruhe – aber nicht beides am selben Tag.
Was es kostet und wie man bucht
Die Kosten hängen stark davon ab, ob man in der Hochsaison reist und wie früh man bucht. Kleine Häuser mit wenigen Zimmern verlangen in den Monaten um Weihnachten und Ostern deutlich mehr als im November oder im Mai, und die Spanne zwischen einfachem Zimmer und bester Suite ist groß. Für Verpflegung gilt: Frühstück ist in vielen Häusern eingeschlossen, Mittag- und Abendessen nicht; in Oaxaca und Mérida isst man günstiger als an der Küste von Sayulita.
Was Paare vor der Buchung fragen
Die häufigsten Fragen betreffen Zeitpunkt, Ort und die praktischen Details, die eine Hochzeitsreise von einer gewöhnlichen Reise unterscheiden. Die Antworten hängen vom Ort ab, aber einige Grundsätze gelten für alle drei Regionen. Wer früh bucht und außerhalb der mexikanischen Ferienwochen reist, hat mehr Auswahl und zahlt weniger.