Warum EU-Roaming in Mexiko nicht gilt
Die EU-Roaming-Verordnung schützt Reisende nur innerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums. Sobald die Maschine in Mexiko landet, endet diese Regelung. Wer mit seiner deutschen, österreichischen oder Schweizer SIM-Karte online geht, zahlt die Auslandstarife seines Anbieters. Diese sind oft intransparent und können bei intensiver Nutzung ins Geld gehen. Ein kurzer Blick in die Preisliste vor der Abreise lohnt sich, denn manche Tarife unterscheiden nicht zwischen passiver und aktiver Nutzung.
Hinzu kommt, dass viele Anbieter sogenannte Reisepakete anbieten, die pro Tag oder pro Woche abgerechnet werden. Diese Pakete sind bequem, aber nicht immer günstig. Wer nur wenige Nachrichten verschickt und gelegentlich Karten lädt, kann mit einer lokalen SIM oder eSIM deutlich sparen. Wer jedoch geschäftlich erreichbar bleiben muss, für den kann das Roaming-Paket des heimischen Anbieters die einfachere Lösung sein – vorausgesetzt, man kennt die genauen Konditionen.
Drei Wege ins mexikanische Netz
Für Reisende aus dem DACH-Raum gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten, mobil online zu gehen: das Roaming-Paket des heimischen Anbieters, eine eSIM (elektronische SIM) oder eine lokale physische SIM-Karte. Jede Option hat ihre eigenen Vor- und Nachteile in Bezug auf Preis, Abdeckung und Aufwand. Die folgende Übersicht hilft bei der Entscheidung.
Netzabdeckung: Telcel dominiert
In Mexiko gibt es drei große Mobilfunkanbieter: Telcel, AT&T und Movistar. Telcel, eine Tochter des Telekommunikationsriesen América Móvil, verfügt über die mit Abstand größte Netzabdeckung. Während in Städten wie Mexiko-Stadt, Guadalajara oder Monterrey alle Anbieter guten Empfang bieten, sieht es in abgelegenen Regionen anders aus. Wer plant, die Sierra Madre, die Halbinsel Yucatán abseits der Touristenzentren oder kleine Dörfer zu besuchen, ist mit Telcel am besten beraten. AT&T und Movistar haben in ländlichen Gebieten oft Lücken oder nur schwaches Signal.
Die Abdeckung ist jedoch nicht das einzige Kriterium. Die Geschwindigkeit des mobilen Internets kann je nach Standort und Netzauslastung variieren. In Touristengebieten ist das Netz oft überlastet, besonders in der Hochsaison. Wer auf zuverlässige Verbindung angewiesen ist, sollte eine eSIM oder SIM von Telcel wählen und zusätzlich prüfen, ob das eigene Handy die in Mexiko üblichen Frequenzbänder unterstützt. Die meisten modernen Smartphones aus Europa tun dies, aber ein Blick in die technischen Daten vor der Reise schadet nicht.
Vorbereitung und Praxis vor Ort
Unabhängig davon, für welche Option man sich entscheidet, sollten einige Dinge vor der Abreise erledigt werden. Dazu gehört, das eigene Handy für den Empfang ausländischer Netze zu prüfen und gegebenenfalls zu entsperren. Wer eine eSIM nutzen möchte, sollte prüfen, ob das Gerät eSIM-fähig ist, und den QR-Code des Anbieters bereits zu Hause installieren, da die Aktivierung oft eine Internetverbindung erfordert. Für eine lokale SIM ist der Reisepass notwendig, denn seit einigen Jahren müssen SIM-Karten in Mexiko registriert werden. Dies geschieht direkt beim Kauf in einem Telcel-Shop oder in einer OXXO-Filiale.
Häufige Fragen von DACH-Reisenden
Immer wieder tauchen dieselben Fragen auf, wenn es um mobiles Internet in Mexiko geht. Hier sind die wichtigsten Antworten, die sich aus den Erfahrungen von Reisenden und den aktuellen Bedingungen ergeben.