Ankunft in Mexiko-Stadt: Höhe, die man spürt
Die ersten Nächte gehören der Hauptstadt, und sie gehören auch der Anpassung. Auf gut 2.200 Metern Höhe macht selbst ein Spaziergang müde, und die dichte Luft der trockenen Jahreszeit liegt schwer in den Straßen. Wer ankommt, sollte den ersten Tag flach halten: ein Kaffee in Roma oder Condesa, ein Blick vom Mirador de la Torre Latinoamericana, früh essen, früh schlafen. Die Altstadt mit Zócalo, Kathedrale und der Ausgrabung des Templo Mayor kommt am zweiten Tag, wenn der Körper sich an die Höhe gewöhnt hat.
Für die vier Nächte in Mexiko-Stadt empfiehlt sich eine Unterkunft in Roma Norte oder Condesa, wo sich abends die Straßen füllen und man zu Fuß viele Restaurants erreicht. Von dort sind es mit der Metro etwa eine halbe Stunde bis zum Zócalo; die Fahrt kostet wenige Pesos und ist Teil des Erlebnisses. Ein Tagesausflug nach Teotihuacán lohnt sich, doch die Pyramiden liegen bei praller Mittagssonne; wer früh aufbricht, ist bis zur Hitze wieder zurück. Am vierten Tag geht der erste Inlandsflug nach Oaxaca.
Die Etappen im Überblick
Die Route folgt einer einfachen Logik: erst die Stadt, dann die Täler des Südens, dann der Flug nach Yucatán und zum Schluss das Meer. So bleiben die langen Fahrten zwischen den Etappen überschaubar, und die Erholung kommt nicht zu kurz.
Oaxaca und die Berge nach San Cristóbal
Der Flug von Mexiko-Stadt nach Oaxaca dauert gut eine Stunde und spart die lange Bergstraße; die Fahrt mit dem Bus würde einen halben Tag kosten. In Oaxaca lohnt sich der Markt Benito Juárez am frühen Morgen, wenn die Frauen aus den Dörfern ihre Tücher ausbreiten und der Duft von gerösteten Chapulines in der Luft liegt. Die Stadt selbst ist kompakt: Zócalo, Santo Domingo, die Straße Macedonio Alcalá mit ihren Galerien. Für einen Tagesausflug bieten sich die Ruinen von Monte Albán an, die hoch über dem Tal liegen und mit dem Bus erreichbar sind.
Von Oaxaca nach San Cristóbal de las Casas führt die Strecke durch die Sierra Madre. Es gibt Nachtbusse von ADO, die rund zwölf Stunden brauchen und in der ersten Klasse mit breiten Sitzen fahren; die Fahrt ist kurvig und kühl, ein Pullover gehört in den Rucksack. Wer tagsüber fährt, sieht die Landschaft, kommt aber erst am Abend an. In San Cristóbal sind zwei Nächte eingeplant: Die Stadt liegt auf etwa 2.200 Metern, die Nächte sind kalt, und die Gassen mit ihren niedrigen Häusern laden zum Bummeln ein. Von hier aus lassen sich die Dörfer der Umgebung mit Collectivos erreichen.
Yucatán: Flug statt Bus
Von San Cristóbal zurück nach Tuxtla Gutiérrez bringt ein Collectivo in etwa einer Stunde zum Flughafen. Der Flug nach Mérida dauert dann gut eine Stunde und ersetzt eine sehr lange Busfahrt quer über die Halbinsel. Mérida selbst ist flach, heiß und von pastellfarbenen Fassaden geprägt; die Stadt eignet sich als Basis für Ausflüge. Ein Tagesausflug führt nach Uxmal, eine andere Richtung zu den Cenoten von Homún. Am Abend sollte man die Straße Paseo de Montejo entlanggehen, wenn die Pferdekutschen vorbeiziehen und die Luft endlich abkühlt.
Was die zwei Wochen kosten
Die Kosten hängen stark von der Reisezeit und der Art der Unterkunft ab. In der Trockenzeit von November bis April sind die Preise höher, besonders an der Karibik. Wer in einfachen Hotels und Hostels übernachtet und Busse nutzt, kommt mit dem unteren Ende der Spanne aus; wer in Boutique-Hotels wohnt und fliegt, landet am oberen Ende. Die Inlandsflüge sollten früh gebucht werden, denn kurzfristig sind sie deutlich teurer.